KI Texte überarbeiten: So verbesserst du KI-generierte Texte richtig
- Malte Schuller

- vor 1 Tag
- 6 Min. Lesezeit
Im diesem Blogartikel gehen wir auf ein in der Praxis sehr relevantes Thema ein. Wir zeigen auf, wie du per KI generierte Texte optimal überarbeiten kannst, damit du diese ideal in deine wissenschaftliche Arbeit integrieren kannst. Hierzu erläutern wir, warum es überhaupt relevant ist KI-generierte Texte zu überarbeiten und nutzen dies zum Anlass die Schwächen von KI-Texten darzustellen. Im Anschluss präsentieren wir zentrale Schritte, die du bei der Überarbeitung von KI-generierten Texten berücksichtigen solltest.
„Diese Schwächen machen deutlich, dass KI-Texte nur als Ausgangspunkt dienen können und eine gründliche menschliche Überarbeitung notwendig ist.“

Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Die Nutzung von KI zur Texterstellung im Studium, in der Forschung und in beruflichen Kontexten nimmt rasant zu. Werkzeuge wie ChatGPT oder andere KI-basierte Schreibassistenten liefern binnen Sekunden Rohtexte, die auf den ersten Blick hervorragend formuliert wirken. Doch zwischen dem statistisch erzeugten Ausgangstext und einem wissenschaftlich tragfähigen, argumentativ klaren Text liegt ein großer Unterschied. Ziel dieses Beitrags ist es, zentrale Schritte der Überarbeitung KI-generierter Texte darzustellen und aufzuzeigen, worauf es wirklich ankommt, um Qualität, Konsistenz und Nachvollziehbarkeit sicherzustellen.
Warum KI-Texte immer überarbeitet werden müssen
KI-Texte sind das Ergebnis statistischer Mustererkennung und Vorhersage von Wortfolgen. Folglich tragen sie keine Verantwortung für die inhaltliche Richtigkeit oder argumentative Logik. Häufig sind Texte oberflächlich, in der Argumentation gleichförmig und enthalten unreflektierte Aussagen. Ungeprüfte Übernahme solcher Texte birgt das Risiko, inhaltliche Fehler, unklare Positionen oder fachlich unzulässige Aussagen zu verbreiten. Insbesondere im Falle von Halluzinationen kann die bedenkenlose Übernahme von KI-Texten drastische Folgen haben. Daher ist eine systematische Überarbeitung stets notwendig, bevor ein KI-Text als Grundlage für wissenschaftliche Arbeiten genutzt werden kann.
Typische Schwächen KI-generierter Texte
KI-generierte Texte wirken oft sprachlich flüssig, zeigen jedoch wiederkehrende Schwächen. Typisch sind oberflächliche Argumentationen, die vorhandene Informationen wiederholen, statt kritisch zu hinterfragen oder eigene Schlussfolgerungen zu ziehen. Der Sprachstil ist häufig monoton und wenig variabel, was den Lesefluss auf Dauer eintönig wirken lässt.
Zudem enthalten solche Texte oft implizite Annahmen oder unklare Definitionen, die fachliche Genauigkeit gefährden. Im wissenschaftlichen Kontext sollte dies tunlichst vermieden werden. Wichtige Positionierungen oder Wertungen fehlen häufig, sodass die Argumentation ohne menschliche Überarbeitung beliebig oder unausgeglichen erscheint. Auch die Verknüpfung von Theorie, Analyse und Schlussfolgerung ist meist nur rudimentär vorhanden, was den roten Faden erschwert. Sollte eine wissenschaftliche Arbeit einen Praxisbezug oder -Teil haben ist dies besonders kompliziert mittels KI abzubilden.
Beispiele typischer Schwächen:
Wiederholung bereits bekannter Fakten ohne kritische Reflexion
Gleichförmige Satzstrukturen und wenig Variation
Fehlende klare Stellungnahme oder Positionierung
Lückenhafte Verbindung zwischen Argumenten und Schlussfolgerung
Diese Schwächen machen deutlich, dass KI-Texte nur als Ausgangspunkt dienen können und eine gründliche menschliche Überarbeitung notwendig ist.
Inhaltliche Prüfung als erster Schritt
Die Überarbeitung sollte mit einer gründlichen inhaltlichen Prüfung beginnen. Fachliche Richtigkeit, zentrale Begriffe und Konzepte müssen überprüft werden. Ebenso ist die Argumentationslogik kritisch zu hinterfragen.
Zusätzlich helfen gezielte Leitfragen, kritische Schwächen zu erkennen:
Entspricht der Text der eigentlichen Fragestellung oder weicht er ab?
Sind alle relevanten Aspekte des Themas berücksichtigt?
Fehlen wichtige Belege oder Referenzen?
Gibt es widersprüchliche Aussagen innerhalb des Textes?
Werden zentrale Begriffe konsistent verwendet?
Ist die Argumentation nachvollziehbar und logisch strukturiert?
Werden methodische Vorgehensweisen korrekt dargestellt oder erklärt?
Werden Annahmen klar formuliert oder bleiben sie implizit?
Nur wenn diese Punkte überprüft und gegebenenfalls korrigiert werden, kann der Text als Grundlage für die weitere Bearbeitung dienen. Die inhaltliche Prüfung legt den Grundstein für Argumentationsaufbau, sprachliche Überarbeitung und die Einhaltung wissenschaftlicher Standards.
Argumentation und Struktur nachschärfen
Im nächsten Schritt gilt es, die Argumentation zu schärfen. Die eigene Fragestellung muss klar herausgearbeitet werden, und die Argumentationslinie sollte stringent von Theorie über Analyse bis zur Schlussfolgerung verlaufen. Redundante Passagen werden entfernt, und die Verknüpfung zwischen einzelnen Abschnitten wird optimiert, um einen roten Faden sichtbar zu machen.
Der roten Faden ist der entscheidendste Aspekt, der sich stringent durch die gesamte wissenschaftliche Arbeit ziehen sollte.
Sprachliche Überarbeitung mit Maß
Auch sprachlich profitieren KI-Texte deutlich von einer menschlichen Nachbearbeitung. Monotone Satzstrukturen können aufgebrochen, generische Formulierungen reduziert und der Schreibstil an die eigene Stimme angepasst werden. Gleichzeitig muss die wissenschaftliche Tonalität gewahrt bleiben, um den akademischen Anforderungen zu genügen.
Umgang mit Quellen und Zitaten
Die sorgfältige Kontrolle von Quellen und Zitaten ist ein entscheidender Schritt bei der Überarbeitung KI-generierter Texte. KI-Modelle erzeugen oft Inhalte, die plausibel klingen, aber unvollständig, ungenau oder sogar erfunden sind (Halluzination). Deshalb müssen wirklich alle referenzierten Quellen manuell überprüft und validiert werden.
Wichtige Schritte bei der Quellenprüfung:
Überprüfung der Existenz der Quellen: Stimmen Autor, Titel, Jahr und Publikationsort mit den Originalen überein?Beispiel: Ein von der KI generiertes Zitat nennt „Müller, 2019, Journal of Economics“, das Journal existiert jedoch nicht. In diesem Fall muss der Verweis ersetzt oder gelöscht werden.
Eignung der Quelle für das Thema: Passt die zitierte Studie wirklich zur Argumentation oder wurde sie nur oberflächlich eingebunden?Beispiel: Die KI zitiert eine Studie über Marketingstrategien in der Lebensmittelindustrie, obwohl das Thema Konsumentenverhalten im E-Commerce behandelt wird. Hier solltest du die Quelle ersetzen.
Richtige Zitationsform prüfen: APA, MLA, Chicago oder fachliche Vorgaben beachten.Beispiel: APA verlangt bei Direktzitaten Seitenzahlen. Ein KI-Text liefert oft keine genauen Angaben. An dieser Stelle solltest du auch den Zugang zu den referenzierten Quellen überprüfen.
Paraphrasen kontrollieren: KI-Umformulierungen können ungewollt Plagiate erzeugen oder die ursprüngliche Aussage verfälschen.Beispiel: Eine KI paraphrasiert eine Theorie von Smith (2020), verdreht dabei aber den Kernpunkt. Die Anpassung ist hier zwingend notwendig und erfordert eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Theorie.
Fehlende Belege ergänzen: KI lässt oft notwendige Quellen weg oder generiert nur allgemein klingende Aussagen.Beispiel: „Studien zeigen, dass Motivation Lernleistung steigert“. Ohne konkrete Quelle muss eine passende Studie recherchiert werden.
Durch diese Maßnahmen wird sichergestellt, dass der Text wissenschaftlich belastbar bleibt, keine erfundenen Inhalte enthält und alle Zitate korrekt nachgewiesen sind. Die manuelle Kontrolle ist hierbei unerlässlich.
Kohärenz und Konsistenz sicherstellen
Über den gesamten Text hinweg müssen Terminologie, Stil und Argumentationslogik konsistent sein. Logische Übergänge zwischen Abschnitten, einheitliche Begriffsnutzung und ein durchgehender Stil verhindern Brüche, die den Lesefluss stören oder die Verständlichkeit mindern.
Grenzen der KI-Überarbeitung
Wichtig ist die Einsicht, dass KI keine inhaltlichen Entscheidungen treffen kann. Sie bewertet keine Argumente, prüft keine Quellen und übernimmt keine Verantwortung für die wissenschaftliche Qualität. Die menschliche Kontrolle bleibt daher die zentrale Voraussetzung für eine akademisch solide Arbeit.
Ein realistischer Umgang mit KI-Texten
Der Einsatz von KI beim Schreiben sollte immer als unterstützendes Werkzeug verstanden werden, nicht als Ersatz für eigenständiges wissenschaftliches Arbeiten. KI kann den Schreibprozess beschleunigen, Ideen generieren oder Vorschläge zur Formulierung liefern, übernimmt aber keine Verantwortung für inhaltliche Qualität, Argumentationslogik oder wissenschaftliche Korrektheit. Ein bewusster, reflektierter Umgang ist entscheidend, um die Vorteile der Technologie zu nutzen und gleichzeitig typische Risiken zu vermeiden.

Wichtige Grundsätze für den Umgang mit KI-Texten:
KI als Ausgangspunkt, nicht als Endprodukt: Verwende generierte Texte als Ideenpool oder Strukturhilfe, überprüfe alles kritisch.
Bewusste und kritische Überarbeitung: Jede Aussage sollte fachlich geprüft, alle Quellen kontrolliert und die Argumentationslinie verifiziert werden.
Trennung zwischen Unterstützung und Ersetzung: Eigenleistung bleibt zentral.
Verantwortung beim Autor: Alle Inhalte, Formulierungen und Schlussfolgerungen liegen in der Verantwortung des Schreibenden.
Reflektierter Einsatz je Prozessphase: KI eignet sich besonders für Brainstorming, Glättung der Sprache oder Vorschläge zur Struktur, weniger für inhaltliche Argumentationsentscheidungen.
Fazit
KI-Texte bieten eine wertvolle Unterstützung, doch ihre Qualität hängt von menschlicher Überarbeitung ab. Inhaltliche Richtigkeit, stringente Argumentation, konsistente Struktur und korrekte Quellenarbeit bleiben Aufgaben der Studierenden. Wer KI reflektiert einsetzt, profitiert von Effizienz und Inspiration, während die wissenschaftliche Integrität gewahrt bleibt. Letztlich zeigt sich, dass KI Texte liefern kann, aber Verantwortung, Bewertung und kritisches Denken bleiben unersetzlich.
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„Auch sprachlich profitieren KI-Texte deutlich von einer menschlichen Nachbearbeitung.“
FAQ
Warum müssen KI-generierte Texte immer überarbeitet werden?
Weil sie auf statistischer Mustererkennung beruhen und keine Verantwortung für inhaltliche Richtigkeit oder argumentative Logik übernehmen. Ohne Prüfung können Fehler, unklare Positionen oder sogenannte Halluzinationen enthalten sein.
Welche typischen Schwächen haben KI-Texte?
Häufig sind Argumentationen oberflächlich, wiederholen bekannte Informationen und bleiben ohne klare Positionierung. Zudem fehlt oft eine saubere Verbindung zwischen Theorie, Analyse und Schlussfolgerung.
Wie sollte die inhaltliche Prüfung eines KI-Textes erfolgen?
Zunächst werden Fachbegriffe, zentrale Konzepte und die Argumentationslogik überprüft. Leitfragen helfen dabei zu klären, ob der Text zur Fragestellung passt, vollständig ist und keine Widersprüche enthält.
Warum ist die Kontrolle von Quellen besonders wichtig?
KI kann ungenaue oder erfundene Quellen erzeugen. Deshalb müssen alle Angaben zu Autor, Titel, Jahr und Publikationsort überprüft und die inhaltliche Passung der Quelle sichergestellt werden.
Welche Rolle spielt die sprachliche Überarbeitung?
KI-Texte wirken oft monoton oder generisch. Durch sprachliche Anpassung, Variation der Satzstruktur und eine präzisere Formulierung wird der Text klarer, individueller und wissenschaftlich angemessen.
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